22. März 2015, Süddeutsche Zeitung

Demenz ist die Behinderung der Zukunft. Um diese gewaltige Herausforderung zu bewältigen, braucht es eine neue Kultur des Helfens. Senile Senioren dürfen nicht stillschweigend in medizinisch-pflegerische Ghettos abgeschoben werden.

Ein Kommentar von Ulrike Heidenreich

Es gibt ein gängiges Bild von Behinderung; aber dieses Bild stimmt nicht mehr: Man denkt an den Rollstuhlfahrer von nebenan oder an das Kind mit Trisomie 21, das immer so nett grüßt. Künftig wird man beim Wort "Behinderung" an alte Menschen denken: Es werden Hunderttausende, es werden Millionen alte Menschen sein, die der Hilfe bedürfen. In Zukunft wird man beim Stichwort Behinderung an Demenz denken.

...